Die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn ist berechtigt.
Die prekären Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland haben ein skandalöses Ausmaß erreicht. 5,5 Millionen Menschen arbeiten im Niedriglohnsektor. Wir brauchen einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 7,50 Euro, der perspektivisch ansteigt. Würde hat ihren Wert – Arbeit ihren Preis. Besonders Frauen sind von unzumutbar entlohnter Arbeit betroffen. Das ist ein Skandal.
Weltfremde Beschlüsse um Rente mit 67-69 (wahrscheinlich tendenziell unter Streichung der Kostenübernahme für Hüftgelenks-OP für über 62 jährige durch die Kassen) befürworten nur Leute, die nicht über den Horizont der Finanzierung der sozialen Systeme durch Lohnarbeit denken. Weltfremd sind sie deshalb, weil sie an den Realitäten des wirklichen Berufsleben der Menschen vorbei gehen.
Bildung gilt zwar als wichtiges Gut, aber auch hier spricht der tatsächliche Umgang mit der Bildung eine andere Sprache. Die CDU/SPD Koalition hat gerade auf Wunsch der Ministerpräsidenten der Länder die bildungspolitische Kleinstaaterei zementiert. Darunter leidet die Zukunft unseres Landes. Junge Menschen bezahlen den Preis für die Verwaltung der Bildung nach “Gutsherrenart” durch die Landesregierungen. Wir in Hessen haben da unsere Erfahrungen.




